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Rechenmaschine aus dem Jahr 1935 Diese Rechenmaschine ist nur eines der Exponate, die in der Industrieausstellung des Stadtmuseums gezeigt werden. Sie wurde dem Heimatverein von Helma Sallandt zur Verfügung gestellt. Foto: Pape
Der Heimatverein Burgsteinfurt, ein junger Verein mit langer Tradition.
Bereits 1901 als Verkehrsverein gegründet, blickt der Verein auf eine lange Tradition zurück. Heute ist der Heimatverein ein Treff- und Sammelpunkt von Menschen mit unterschiedlichen Interessen- und Aufgabengebieten.

Auf unserer Site sammeln wir Informationen zu unserer Heimat und präsentieren Ihnen unsere Angebote an Aktivitäten zum Mitmachen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß auf unseren Seiten.

Anstehende Termine
25. September 2017, 10:00 Treffen der Museumswerkstatt
Treffen der Museumswerkstatt, 10 Uhr, Stadtmuseum.
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25. September 2017, 19:00 Reformation in der Grafschaft
"Reformation in der Grafschaft Steinfurt", Vortrag von Dr. Christof Spannhoff, 19 Uhr, Niedermühle.
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Die neuesten Berichte

Von Gottfried Bercks

Die Erinnerungstafel aus dem Stadtmuseum stellt die Äbtissin von Borghorst und Vreden Jacoba von Tecklenburg (+1563) dar
mit ihrer Mutter anbetend unter dem Kreuz. Daneben die Schutzpatrone beider Stifte Nicomedes und Felizitas. Sie scheiterte bei dem Versuch die westfälischen
adeligen Damenstifte im Münsterland, der lutherischen Lehre zuzuführen.

Am Montag (25. 9. 2017) findet im Rahmen des Jahresprogramms des Heimatvereins Burgsteinfurt ein Vortrag zu dem Thema "Die Reformation in der Grafschaft Steinfurt" statt. Referent ist Dr. Christof Spannhoff, der sich im Steinfurter Raum schon einen Namen zu ortsgeschichtlichen Themen gemacht hat und beim Institut für vergleichende Städtegeschichte auch dienstlich mit dem Reformationsthema befasst ist. Gleichzeitig ist der 25. September der Jahrestag des Augsburger Religionsfriedens, als vor genau 462 Jahren dieser Friedensvertrag (1555) beschlossen wurde.
Warum wurde die Grafschaft Steinfurt im 16. Jahrhundert zu einer evangelischen Enklave im katholischen Münsterland? Wie gelangte die Reformation dort überhaupt hin? und welche Auswirkungen hatten diese Veränderungen auf die einzelnen Bürger. Neben diesen Fragen nach den konkreten lokal- und regionalgeschichtlichen Prozessen wird Spannhoff auch auf Fragen allgemeiner Art eingehen. Was ist überhaupt Reformation, wie unterscheiden sich die einzelnen Bekenntnisse? Wie kam die allgemeine Bevölkerung mit Neuerungen zurecht? und vor welchen Problemen steht man eigentlich, wenn man sich mit der "Reformation" befasst, sowohl in quellenmäßiger und begriffsgeschichtlicher Hinsicht?
Der Vortrag findet um 19 Uhr im Vortragsraum der Niedermühle statt. Da mit der VHS eine Kooperation besteht, sind die Mitglieder des Heimatvereins von der Kursgebühr von sechs Euro befreit.

Besuch aus Münster

Verfasst von R.Menebröcker, Donnerstag, 14. September 2017, 11:12 Uhr in Allgemein.

„Besonders beeindruckend war das Stadt-Modell von Burgsteinfurt mit der Schlossanlage und der Johanniterkommende.“ So steht es in einem Bericht der Ausgabe 3/2017 von  „Torhaus Aktuell“ einer Zeitschrift des Stadtheimatbundes Münster. Der Kontakt wurde anlässlich der Porzellanausstellung mit dem Porzellanverein aus Münster geknüpft. Renate Buntz und Hermann Lünnemann führten die 16 Teilnehmer durch das Museum.

Ein Stadtrundgang führte die Besucher unter anderem an der Hohen Schule vorbei zur Kleinen Kirche, Großen Kirche zur Johanniterkommende, wo das Bild entstand.. Zum krönenden Abschluss war in Lünnemanns Schöppken die Kaffeetafel gedeckt. Foto: Pape

Großes Interesse am Denkmaltag

Verfasst von R.Menebröcker, Mittwoch, 13. September 2017, 11:04 Uhr in Allgemein.

Über die Reformation aus ihrer Sicht berichteten die Gräfinnen Walburg und Magdalena. Foto: Pape

Wie beeinflussten Gräfin Walburg von Brederode und Magdalena von Neuenahr die Reformationsbewegung in Steinfurt? Antworten darauf versuchten die beiden, dargestellt von Hannelore Raeker und Roswitha Kubacki, in einem Interview mit Renate Buntz anlässlich des Dankmaltages vor dem Stadtmuseum zu geben.

Gräfin Walburg (1512 – 1567)  ließ ab 1544 in der Schlosskapelle und der Kleinen Kirche in Steinfurt die Gottesdienste nach evangelisch-lutherischem Bekenntnis  feiern. Sie stammte aus einer niederländischen Familie, die am Freiheitskampf der Geusen, einem protestantischen Adelsbündnis, beteiligt. Ihre Schwester stand in Briefkontakt zu Calvin.

Nach dem Tod ihres Mannes, als ihr Sohn Arnold III. noch minderjährig war,  stärkte sie weiter die evangelische Lehre. 1558 regte sie die Reformierung der Großen Kirche an. Die Umwidmung der Kirche verwirklichte sie aber nicht selbst.

Das schaffte ihre Schwiegertochter Magdalena von Braunschweig-Lüneburg (1540 – 1586) mit einem Überraschungscoup, als sie am 25..1. 1564 mit Gefolge vor den Altar trat und der Reformierung zustimmte.

Zahlreiche Besucher informierten sich in der Niedermühle bei Kaffee und Kuchen über die Geschichte der Grafensteine. Foto: Pape

In der Niedermühle war nach schleppendem Beginn nachmittags kaum noch ein Platz zu bekommen. Dort hatte Gottfried Bercks auf Karten und Bildern zahlreiche Informationen über die Grafensteine zusammengetragen. Die Grafensteine befinden sich etwa 2 km südlich von Clemenshafen an einem Schnittpunkt der Gemeindegrenzen von Burgsteinfurt, Borghorst, Emsdetten und Neuenkirchen. Zwei Grenzsteine weisen darauf hin. Ferner deutet ein Grenzstein auf die Grafschaft Steinfurt und das Fürstbistum Münster hin deren Grenze hier verläuft. Bis vor knapp 200 Jahren befanden sich hier ringsum verschiedene Marken. Die Bezeichnung „Grafensteine“ könnte von den sogenannten Holzgrafen hergeleitet sein. Heute befindet sich dort eine Schutzhütte für Wanderer und Radfahrer.

Großes Interesse herrschte auch in der Blaudruckwerkstatt, die aufgrund zahlreicher auswärtiger Besucher einen guten Umsatz verzeichnete.

Reformation und Ökumene

Verfasst von R.Menebröcker, Montag, 11. September 2017, 18:22 Uhr in Allgemein.

Im Rahmen des Reformationsjahres spricht der Theologe Nikolaus Schneider (Bild) am 15. September 2017 in der Kleinen Kirche in Burgsteinfurt über „Das Reformationsjubiläum aus ökumenischer Perspektive“. Schneider war von 2003 bis 2013 Präses der Evangelischen Kirche des Rheinlandes sowie von 2010 bis 2014 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschlands (EKD) und damit höchster Repräsentant der Evangelischen Kirche. Er warb während seiner Amtszeit für mehr Ökumene zwischen Katholiken und Protestanten. Er betont stets, dass auch das diesjährige Reformationsfest als Christusfest gefeiert werde und „nicht als Geburtstag unserer evangelischen Kirche." Unlängst antwortete er in einem Interview mit dem radiosender domradio anlässlich seines 70. Geburtstages auf die Frage nach dem Stand der Ökumene in 10 Jahren: „Wenn ich - so Gott will - den 80. Geburtstag feiern kann, dann würde ich mir wünschen, dass ich am Sonntag in einen ökumenischen Gottesdienst gehen kann und dass wir am Sonntag auch das Abendmahl feiern.“

Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr in der Kleinen Kirche in Burgsteinfurt. Der Eintritt ist frei. Nach dem Vortrag lädt die Evangelische Kirchengemeinde Burgsteinfurt zu einem Gespräch mit Nikolaus Schneider in das angrenzende Gemeindezentrum ein.

Bücherschatz im Arnoldinum

Verfasst von R.Menebröcker, Montag, 11. September 2017, 17:11 Uhr in Allgemein.

Das unschätzbare literarische Erbe der Professoren der Hohen Schule bestaunte die Frauentreffgruppe des Burgsteinfurter Heimatvereins unter der Führung von Kostos Ulrich Kraaibeek im Gymnasium Arnoldinum. Foto: Hilgemann

Von Marlene Hilgemann

Sein Erbe lebt an der nach ihm benannten Straße dauerhaft weiter: Professor Johann Winand Pagenstecher. Gut behütet wird sein Schatz von 574 wissenschaftlichen Büchern, die der Gelehrte 1688 der Hohen Schule, dem Gymnasium Illustre vermachte, durch den Gymnasiallehrer und Kustos Ulrich Kraaibeek. Rund 30 Burgsteinfurterinnen vom Frauentreff des Heimatvereins hatten jetzt die Gelegenheit, die insgesamt 1880 Bände der Historischen Bibliothek des Arnoldinums zu bestaunen. Ulrich Kraaibeek, der auch Beiratsmitglied im Heimatverein ist, führte die Frauengruppe zunächst beim gemütlichen Kaffeetrinken in der Cafeteria des Arnoldinums in die Geschichte und Bedeutung der Schule und seiner Bibliothek ein. Leider, so Kraaibeek, nage der Zahn der Zeit unermüdlich an den kostbaren mittelalterlichen Handschriften, Inkunabeln und Wiegendrucken. Seit etwa 20 Jahren liefen mit Mitteln der Sparkassen-Kulturstiftung und des nordrheinwestfälischen Fachministeriums umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen. Leider habe die Bibliothek in den Jahren im alten Schulgebäude an der Wasserstraße ein stiefmütterliches Dasein in feuchten Kellerräumen gefristet. Kraaibeek, der viel Freizeit in die Pflege der Bibliothek steckt, führte die Frauen anschließend in zwei Gruppen durch die Regalreihen. Als wertvollstes Exemplar konnten die Frauen den Codex Iustinianus aus dem 15. Jahrhundert bestaunen. Dieses juristische Grundlagenwerk ist komplett in gestochen klarer Handschrift verfasst. Um jeweils einen Gesetzestext im Zentrum einer Seite haben die Juristen ihre Kommentare und Erläuterungen gruppiert. Eine weitere Besonderheit dieses unschätzbaren Schatzes sind die von den Professoren der Hohen Schule an die Seitenränder geschriebenen Bemerkungen. Über alle Schätze der Bibliothek wacht, in einem Gemälde eingerahmt, der Gründer der Hohen Schule, Graf Arnold. Dieses Bild konnte durch Spendenbeteiligung des Fürstenhauses restauriert werden. Kraaibeek entließ die Frauengruppe nicht ohne den Wunsch, weitere Sponsoren für nicht restaurierte Fahnen und Bücher anzusprechen.